Hygiene, Bekleidung, Ausrüstung

Hygiene

Aikido bedeutet Voll­kontakt. Daher ist Körper-Hygiene hier ein wichtiges Thema. Die eigene Nase kann zuweilen erstaun­lich immun sein gegen selbst­erzeugte Körper­gerüche.

Sollte man seit dem Morgen nicht mehr geduscht haben, kann das normaler­weise in allen Dojos VOR dem Training nach­geholt werden. Auf alle Fälle sollten zumin­dest die Füße gewaschen werden. Es ist wichtig, die Zwischen­räume zwi­schen den Zehen gut abzu­trocknen, um Pilz­infek­tionen zu ver­meiden.

Um Ver­letzungen zu ver­meiden, sind die Finger- und Zehen­nägel sauber und kurz zu halten.

Bekleidung

Regel­mäßige Reini­gung des Trainings-Anzuges (spätestens nach 2 Trainings) ver­hindert, dass man auf der Matte gemieden wird. Löcher sind nach dem Training sofort zu flicken, denn der Partner kann darin hängen bleiben.

Uhren, Ringe, Schmuck und Gardaroben­schlüssel an Arm­bändern sind vor dem Training abzulegen. Sie können zu Ver­letzungen führen. Am besten gibt man alles in die Trainings­tasche und stellt diese so ab, dass sie von Außen­stehen­den nicht leicht zu erreichen ist und man sie im Blick hat.

Jeglicher Schmutz im Dojo ist zu vermeiden. Dabei hilft das konse­quente Benützen von Sandalen (oder frischen(!) Socken) von der Umkleide zum Dojo und zur Toilette.

Auf den Matten trainiert man barfuß oder mit Socken. Japanischen Tabis (Indoor-Version) oder Socken schonen die Kniegelenke bei Dreh­bewegun­gen. Sie sind vor allem auf Matten mit Kunst­stoff­ober­fläche zu empfehlen.

Trainingswaffen

Jeder, der ernst­haft Aikido trainieren möchte, sollte sich Training­swaffen kaufen (einen Holzstab (jap. JO), ein Holz­schwert (jap. Bokken) und ein Holz­messer (jap. Tanto)).

Die Trainings­waffen sind vor und nach jedem Gebrauch auf Absplitte­rungen und Schäden zu prüfen. Beschädigte Waffen sind eine Gefahr für den Trainings­partner und den Besitzer und müssen repariert oder ersetzt werden.

Hygiene sollte kein Tabuthema sein! Eine diskrete, aber freundliche Erinnerung sich einer gewissen Reinlichkeit zu unterwerfen hat noch niemandem geschadet.

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