Erinnerungen an Meister Anrdé Nocquet, 8. Dan

André Nocquet wurde am 30. Juli 1914 geboren. André Nocquet leitete einer Schule für Physio­therapie und lern­te ab 1930 Jiu-Jitsu und Judo. Er war Schüler von Moshe Felden­krais, der nicht nur eine welt­be­kan­te Therapie­methode ent­wickel­te, son­dern auch 1936 als ers­ter Euro­päer den 1. Meister­grad im Judo er­hielt. 1949 be­gann er mit dem Stu­dium des Ai­ki­do bei Minoru Mochi­zuki und Tadashi Abé. 1955 ging er für 3 Jahre nach Japan, wo er als er­ster euro­päi­scher Uchi­deshi (inter­ner Schü­ler) bei Uyeshiba Sensei trai­nierte.

André Nocquet er­hielt die Lehr­be­fug­nis für Aikido,

so­wie das Di­plom für Shi­atsu von Dr. Nami­koshi, dem Grün­der des mo­der­nen Shi­atsu in Tokyo. Er unter­richte­te jahr­zehn­te lang in Frank­reich, aber auch in den USA Nah­kampf­tech­ni­ken für die Polizei und das Militär.
1971 grün­dete er die euro­päische Aikido­union. 1985 traf er sich mit Meister Tamura, um die Grund­lagen der Ver­eini­gung der fran­zösi­schen Aikido­union zu er­arbei­ten.

1989 reis­ten einige Mit­glie­der des neu gegrün­deten Aikido­clubs Inns­bruck zum Wochen­lehr­gang mit Meis­ter Nocquet in Gujan-Mestras an. Es war für uns un­glaub­lich, dass wir teil­nehmen durften.

Meister Nocquet und viele seiner hoch­graduier­ten Danträger kümmer­ten sich persön­lich um uns. Erst­mals er­lebte ich als ehe­mali­ger Kara­te­ka, dass Aikido auch eine effi­ziente Selbst­ver­teidi­gung sein konnte. Wir be­such­ten jedes Jahr den Wochen­lehr­gang mit Meister Nocquet. Natürlich lockte uns auch die famil­iäre Atmos­phäre beim Lehr­gang, das Cam­pie­ren im Pinien­wald neben dem Dojo und die täg­lichen Aus­flüge an die große Düne von Pyla am Atlantik. Am 12. März 1999 bei einem Aikido-Lehrgang mit Sensei Pascal Hey­dacker er­fuh­ren wir vom Tod von Meis­ter Nocquet. Er wird uns für alle Zeit in Er­inne­rung bleiben.

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