Gedanken zur Selbstverteidigung

Zur Zeit herrscht ein regel­rech­ter Boom in al­len Spar­ten, die mit Kampf­kunst, Kampf­sport oder Selbst­ver­tei­di­gung zu tun ha­ben. Per­sonen, die rasch lernen möch­ten, sich zu ver­tei­digen, grei­fen oft zu „äußeren“ harten Kampf­künsten. In diesen liegt der Schwer­punkt von An­fang an auf Tech­ni­ken, die den An­grei­fer schwer ver­let­zen kön­nen.

Sol­che Tech­niken nüt­zen mir nichts, wenn ich diese aus morali­schen Grün­den nicht an­wen­den möch­te – oder aus recht­lichen Grün­den nicht an­wen­den darf.

Ob man in der Lage ist, einen An­griff abzu­wehren, hängt mehr vom Aus­bil­dungs­stand und von der Per­sön­lich­keit ab als von der Kampf­kunst. Der rich­tige Mindest­ab­stand zu frem­den Per­sonen muss immer ein­ge­halten werden.

Aikido gehört zu den „inneren“ weichen Kampf­kün­sten. Es dauert seine Zeit, bis man sich mit Aikido wehren kann. Der Grund hierfür ist, dass man nicht nur den Körper trai­niert, son­dern auch eine per­sön­liche Ent­wick­lung durchlebt. Das Ziel ist es, die Situ­ation zu be­herr­schen, anstatt den An­grei­fer zu ver­nich­ten.

In vie­len Fäl­len ist es mög­lich, eine Ge­fah­ren­situa­tion durch sicheres, zen­trier­tes Auf­treten zu vermeiden. Ist man auf­merk­sam, kann man z.B. oft einer be­trun­ke­nen Grup­pe aus­weichen, bevor man auf ihr Radar gerät.

Ge­fragt sind Tech­ni­ken, die es mir ermög­lichen, einen An­grei­fer zu kon­trol­lieren. Wenn es sich um einen leichten An­griff han­delt, sollte ich ihn dabei mög­lichst nicht ver­let­zen.

Es ist wie beim Auto fahren. Ein An­fänger weiß alles, ist aber mit dem Gas geben, Bremsen, Schalten und Lenken schon (fast) über­fordert. Nach eini­gen hun­dert Fahr­stun­den fährt das Auto prak­tisch „von alleine“. Erst dann kann sich der Len­ker richtig mit den anderen Ver­kehr­steil­nehmern beschäf­tigen.

Ein Karate-Meister sagte ein­mal: Wenn du bei einem Schlag denkst: „ich muss nach links aus­weichen“, stirbst du beim ‚i..‘

Deshalb muss jede Kampf­kunst ver­inner­licht werden. Das geht nur durch Trai­ning – Trai­ning – Trai­ning. Nur wenn regel­mäßig MIN­DES­TENS ein­mal pro Woche trai­niert wird, lau­fen die Tech­ni­ken auto­matisch und blitz­schnell ab, wenn es not­wen­dig ist. Der wich­tig­ste Fak­tor im Ernst­fall ist, dass man sich nicht über­raschen lässt.

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