Die Etikette im Aikido

Japan

Aikido ist eine aus Japan stammende Kampfkunst. Sie ist vom Begründer außerhalb jedes religiösen Kontexts gestellt worden. Trotzdem wirken in ihr sehr praktische Aspekte aus dem Zen und aus dem Shintoismus.

Zen beinhaltet Meditationen, indenen danach gestrebt wird, das verbale Denken anzuhalten. Shintoismus ist die ursprüngliche Naturreligion der Japaner.

Im Shintoismus werden die Kräfte der Natur genutzt. Es wird eine Verbindung mit der Natur, der Umwelt und dem Universum hergestellt. Diese Kräfte können sehr real erfahren werden.

Der Begründer des Aikido meinte, in einer Stadt könne man kein richtiges Budo betreiben. Leider finden die meisten Trainings heutzutage in Städten und in geschlossenen Räumen statt.

Das Leben

“Etiquette darf keine reine Oberflächlichkeit sein. So wie die Etiquette einer Weinflasche ist diese nur von Bedeutung, wenn sie den vollen Inhalt beschreibt. Und so ist es wieder der Inhalt der dieser ihren Sinn gibt.”

Jedes Dojo auf dieser Welt hat seine eigenen Umgangsformen und Regeln. Diese scheinen besonders ausserhalb Japans stark zu variieren. Trotzdem gibt es soetwas wie eine “Grund-Etiquette”, die sicherlich von den vorherrschenden Kulturen beeinflusst sein mag, sich aber vorallem dadurch auszeichnet, dass sie nachvollziehbar und in sich schlüssig ist.

Entwicklung

Daher ergibt sich eine enge Verbindung mit japanischen Gepflogenheiten, nicht nur mit der Art und Weise wie wir im Dojo miteinander umgehen, sondern auch mit den Techniken des Aikido an sich. Es ist von größter Bedeutung diese im Sinne unseres Strebens nach Perfektion im Aikido und des Ai in unser tägliches Tun miteinzubeziehen – auch ausserhalb des Dojo.

Im Training wird nur das Notwendigste gesprochen. Das heisst nicht, dass in unserem Dojo generelles Sprechverbot herrscht wie es in Japan üblich ist. Wenn jemand eine Frage hat, darf diese gestellt und kurz beantwortet werden. Ist der Sensei beschäftigt, kann man auch seinen Partner oder einen Fortgeschrittenen nebenan fragen – auf Lehrgängen mit eine eingeladenen Meister fragt man höflichkeitshalber nur diesen.

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